dc-Konzerte (3): Pyramido*

Datum: 16.12.2010
Band: Pyramido
Zahlende Besucher: 13

Nachdem es im Juni aufgrund von Krankheit nicht geklappt hatte, schaffen es die symapthischen Schweden-Doomer von Pyramido dieses Mal, trotz mieser Witterung, in die altehrwürdige Meierei. Die Besucherzahlen lassen zwar mal wieder zu Wünschen übrig, aber das sind wir ja schon gewohnt. (Zumal ja zeitgleich Doro mit ihrem Steinzeit-Metal und den ewig gleichen Lederklamotten im Max zu Gange ist.) Das Publikum ist jedenfalls hellauf begeistert, soviel sei schon mal vorweg genommen.
Um halb elf geht es dann auch los und das verdammt gut. Ausgehend von einem dreckigen Mix aus Doom und Sludge baut das Sextett (ja, richtig, neben dem üblichen Kram gibt es auch elektronischen Schnickschnack) eine ordentliche wall of sound auf, in der sich auch Querverweise gen Dystopia oder gar St.Vitus finden lassen. Daneben wird nicht nur nahe des Stillstands agiert, sondern zwischendrin auch immer wieder das Tempo angezogen, was für die nötige Abwechslung sorgt. Der Applaus ist dementsprechend gut und vor der Bühne lassen ein paar Menschen sogar ordentlich die Haare fliegen. Kein Wunder also, dass auch eine Zugabe her muss, bevor dann erstaunlich früh (so 45-50 Minuten Spielzeit, für Doomer quasi nichts) Schluss ist. Trotzdem ein sehr schöner Auftritt, findet auch das Publikum, dass sich auch erstaunlich hartnäckig erweist, als Breakcore-Fussel mal wieder alles tut, um die Gäste zu vertreiben.
Zwei kleine Sachen noch: Sehr schön ist der Pyramido-Button mit einem Achteck und den Slogans „True Anti Speed Metal“ sowie „No Speed No Core No Fun“, eine sehr schöne Persiflage eines eher mal lächerlichenBM-Slogans Anfang der Neunziger. Noch besser allerdings die zum wiederholten Male gehörte Ankündigung einer stadtbekannten Kieler Kruste, jetzt nur noch ein Bier trinken zu wollen und nach Hause zu gehen, nur um dann morgens in der Meierei betrunken auf dem Sofa einzuschlafen. Neben der niedrigen Besucherzahlen eine weitere Konstante bei der destruktioncrew.

*Da ich selber Mitglied der crew bin, sind diese Berichte nicht nur gnadenlos subjektiv, sondern auch kurz und knackig auf den Punkt.

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